Bericht Städtefahrt nach Erfurt

Das letzte Wochenende im Monat September ist im Terminplan des TCE reserviert für die nun mittlerweile 13. Städtefahrt seiner Mitglieder. Für dieses Jahr hatte sich der Vorstand getreu dem jährlich gewählten geografischen Wechsel der Örtlichkeit als Ziel die thüringische Hauptstadt Erfurt ausgesucht. Wie leider schon häufiger erlebt war die Abfahrt von Hannover mit der DB beeinflusst durch eine fast 45 minutige Verspätung, diesmal allerdings hervorgerufen durch den Anschlag in der Nähe von Hamburg. Dadurch waren die entsprechenden Anschlusszüge weg, so dass die Gruppe erst mit 1 Stunde und 45 Minuten Verspätung die Stadt Erfurt mit seiner verbürgten bewegenden fast 1250 Jahre alten Geschichte erreichte. Das geplante Programm musste daher zeitlich verschoben werden (gut – dass es Mobiltelefone gibt!!!) In Erfurt angekommen, war zunächst für die 39 Teilnehmer das 300 m vom Hauptbahnhof liegende „InterCity- Hotel“ das Ziel! Um 14:30 Uhr war dann der verlegte erste Programmpunkt vorgesehen. Am Treffpunkt „Domplatz“, auf dem zeitgleich das traditionelle „Oktoberfest“ stattfand, traf die Gruppe auf die Stadtführer, die den Teilnehmern aufgeteilt in 2 Gruppen die Stadt Erfurt erklären sollten und dies auch in professioneller Art und Weise taten. Erfurt, gegründet 742 durch den „Missionsbischoff Bonifatius“, verfügt über ein beeindruckendes Bauensemble mit Dom und seiner berühmten Glocke „Gloriosa“ und der Severikirche, die Krämerbrücke mit 79 m als längste Brücke nördlich der Alpen, die geschlossen mit Häusern bebaut ist und die bedeutende Luther – Gedenkstätte „Evangelisches Augustinerkloster“ zu Erfurt, um nur einige Beispiele zu nennen! Erfurt erhielt wegen seines damals schon sehr hoch entwickelten Schulwesens und der bedeutenden Universität den Beinamen „Bologna des Nordens. Die zahlreichen Brücken über die „Gera“ verliehen Erfurt dazu auch den Beinamen „Kleinvenedig“! Die Stadtwerdung verlief aufgrund der geografischen Lage unproblematisch und rasant, da Erfurt als Schnittpunkt aller deutschen und europäischen Handelswege diente und so schnell zu Ruhm, Einfluß und Reichtum kommen konnte. Viele heute noch vorhandene Belege in der erlebenswerten Altstadt dokumentieren diese Zeit. Viele weltliche Herrscher und kirchliche Würdenträger regierten mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den Jahrhunderten des Bestehens. Ein weiterer Besuch der Gruppe galt der im Jahr 1665 mit der Grundsteinlegung erbauten „Citadelle auf dem Petersberg“. Der Petersberg wurde von 1992-2001 renoviert. Bei den Arbeiten stieß man auf verschüttetes Mauerweg, dass entsprechend aufgearbeitet wurde. Ein Besuch des Petersberg mit seinem Weinberg und die Besichtigung der freigelegten Wachgänge geben ein eindrucksvolles Bild über das Leben und Handeln der damaligen Menschen. Auch der Blick vom Petersberg auf die Stadt und das Umland von Erfurt ist beeindruckend! Den Abschluss des Besuches bildete die Besichtigung des Doms zu Erfurt. 725 veranlasste genannter Bischoff „Bonifatius“ auf dem Domberg den Bau eines Doms, der heute als Vorgänger des jetzigen Doms gilt. Sehenswert neben den erwarteten Ausstattungen derartiger kirchlicher Stätten ist sicherlich die 1251 gebaute und 1497 neu gegossene Glocke „Gloriosa“, die mit einem Gewicht von 11450 kg, 2,50 m Höhe und 2,57 m Durchmesser gigantisch wirkt und sicherlich ihresgleichen sucht! Auch die kulinarischen Angebote mit seinen Besonderheiten thüringischer Küche wurden voll zufriedenstellend genossen. Vollgepackt mit vielen Eindrücken, die im Übrigen bei herrlichstem Wetter gewonnen werden konnten, wurde die Heimreise angetreten. Diesmal ausgesprochen pünktlich, ohne jede Verzögerung! Gegen 20:00 Uhr erreichte die Gruppe planmäßig wieder Gehrden und war sich einig, dass die Stadt Erfurt mit seiner Werbung – „Erfurt ist mit einem Besuch nicht zu erkunden, man kommt wieder“ richtig liegt. Kurzum – auch diese Städtereise war ein voller Erfolg und man freut sich bereits auf die nächste im Jahr 2019!

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